Hinter dem Schulhaus gab es einen kleinen Hügel. Dort saßen wir und blickten am Kirchturm vorbei auf die Dieselramme, die unten am See stand und Pfähle in die Erde trieb. Weiße Schwaden stiegen auf, wann immer der Fallblock aufschlug, erst Sekunden später hörten wir den dumpfen Knall. Wir versuchten, im Takt zu rauchen, den die Maschine vorgab. Joshua hatte filterlose Gauloises dabei, schon nach drei Zügen wurde mir

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Mein Bruder hatte Geheimnisse. War ich allein zu Hause, durchsuchte ich ab und zu sein Zimmer. Simon war fünfzehn und ich ahnte, dass gewisse Dinge, die er vor unseren Eltern verbarg, bald auch für mich bedeutsam sein würden. Er besass einen gefälschten Ausweis, der ihn für volljährig erklärte. In einem Plastikbeutel, den er hinter der Rückwand des Kleiderschranks versteckt hatte, bewahrte er Gras auf. Rund zwanzig Seiten seines

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Im Death Valley gibt es Steine, die wandern. Spuren zeigen den Weg, den sie zurückgelegt haben, zwanzig, dreißig Meter, manchmal mehr. Es muss der Wind sein, der die Brocken bewegt, doch niemand weiß, wie er das tut. Manche sagen, es geschehe nur, wenn es regne.

Sie fuhren über den Townes Pass in das Tal. Auf einem gelben Schild am Straßenrand stand, man solle die

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Im Hausflur hängen Puzzles. New York bei Nacht. Patrouille Suisse in Staffelformation. Es riecht nach feuchtem Stein. Ich gehe hoch zur dritten Etage, der Türabtreter ist noch immer derselbe. Welcome. Ich drücke die Klinke, es ist abgeschlossen. Meine Hand geht zum Knopf neben der Tür, unwillkürlich. Zwei Stunden lang stand ich hier, den Schulranzen zwischen den Füßen, und habe geklingelt, vergebens geklingelt, denn Mutter

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